Wir als erfahrene und spezialisierte Strafverteidiger sind uns bewusst, dass es den „einfachen Fall“ in der Realität fast nie gibt.

Verteidigung

Allgemeines Strafrecht

Spezialisiert im Kapitalstrafrecht und in strafrechtlichen Revision

Wenn man vom allgemeinen Strafrecht spricht, meint man in der Regel all diejenigen Straftatbestände, die sich im Strafgesetzbuch (StGB) finden. Das ist ein überaus breites Spektrum, das vom einfachen Ladendiebstahl bis hin zu Mord und Totschlag reicht. Wie eine geeignete Verteidigung aussieht, hängt immer von der im Raum stehenden Straftat, der Beweislage und gegebenenfalls der Person des Beschuldigten ab. Maßgeblich ist ebenfalls, ob bislang „nur“ ermittelt wird oder bereits eine Anklage vorliegt. So kann bei Videomaterial von der Tat und Augenzeugen eine Einlassung mit Entschuldigung zielführender als Schweigen sein, wohingegen bei einer Mordanklage mit dünner Beweislage das Gebrauchmachen des Aussageverweigerungsrechts näherliegt. Wie wir unsere Verteidigung aufbauen, hängt also ganz von Ihnen und Ihrem konkreten Fall ab. Ziel ist immer Ihr Freispruch.

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Das Strafrecht ist die ultima ratio des deutschen Staats. Es ist das letzte Mittel in einem Interessenkonflikt zwischen dem Beschuldigten und dem Staat. Nirgendwo sonst kann der Staat so intensiv in die Privatsphäre seiner Bürger eingreifen. Um Gerechtigkeit („Waffengleichheit“) herzustellen, muss dem Beschuldigten eine starke Verteidigung an die Hand gegeben werden – der Strafverteidiger.

In Berlin und bundesweit

Ein Strafverfahren bedeutet für den Beschuldigten eine erhebliche Belastung. Mit unserer jahrelangen Erfahrung beraten wir Sie in dieser Lage umfangreich.

Kapitalstrafrecht

Strafverteidigung bei einer Mordanklage

Die Verteidigung bei einer Mordanklage ist höchst komplex und ein Drahtseilakt. Der Staat agiert mit seinem schärfsten Schwert, der lebenslangen Freiheitsstrafe, sodass für den Mandanten alles auf dem Spiel steht. Es gilt aber weiterhin und hier insbesondere, dass nicht der Angeklagte seine Unschuld beweisen muss, sondern der Staat seine Schuld. In einem von uns verteidigten Mordverfahren lag die Tat schon 23 Jahre zurück, die Zeugen konnten sich gar nicht oder nur dunkel erinnern, die DNA-Spurensicherung steckte noch in den Kinderschuhen. In diesem Fall bot es sich an, vom Aussageverweigerungsrecht des Angeklagten Gebrauch zu machen und lediglich über die Verteidiger eine Erklärung zu verlesen. Im Laufe des Verfahrens stellte sich zudem heraus, dass der Hauptbelastungszeuge ungewöhnlich detailreiches Wissen zur Tat präsentieren konnte – Täterwissen. Die Herausarbeitung dieses Umstands führte letztlich zum Freispruch unseres Mandanten und der Saalverhaftung des Hauptbelastungszeugens, der plötzlich Hauptverdächtiger war.

Revisonen im Strafrecht

Revisionsexperten aus Berlin

Das Rechtsmittel der Revision ist ein sehr anspruchsvolles Rechtsmittel. Die Revision hat das Ziel der Überprüfung eines Urteils auf Rechtsfehler. Daher setzt eine erfolgreiche Revision im Strafrecht nicht nur sehr gute strafrechtliche Kenntnisse, sondern auch Spezialkenntnisse im Revisionsverfahren voraus. Die inhaltlichen sowie formalen Anforderungen an das meist rein schriftliche Verfahren sind hoch und verlangen ein präzises Arbeiten. Revision werden am Bundesgerichtshof (BGH) oder am Oberlandesgericht (OLG) schriftlich entschieden, sodass eine Ortsbindung nicht notwendig ist. Aufgrund unserer langjährigen Erfahrung in Revisionen vor dem Bundesgerichtshof und den Oberlandesgerichten in Strafsachen zählt Rechtsanwalt und Strafverteidiger Felix Haug als Fachanwalt für Strafrecht zu den angesehensten Revisionsverteidigern.

Fachanwälte für Strafrecht für Revisionen

Wir verfügen über langjährige revisionsrechtliche Erfahrung sowie die in diesem Bereich unerlässliche Spezialisierung

Vom „Kopfschuss-Killer“ zum Freispruch

In einem von uns verteidigten Mordverfahren lag die Tat schon 23 Jahre zurück, die Zeugen konnten sich gar nicht oder nur dunkel erinnern, die DNA-Spurensicherung steckte noch in den Kinderschuhen. In diesem Fall bot es sich an, vom Aussageverweigerungsrecht des Angeklagten Gebrauch zu machen und lediglich über die Verteidiger eine Erklärung zu verlesen. Im Laufe des Verfahrens stellte sich zudem heraus, dass der Hauptbelastungszeuge ungewöhnlich detailreiches Wissen zur Tat präsentieren konnte – Täterwissen. Die Herausarbeitung dieses Umstands führte letztlich zum Freispruch unseres Mandanten und der Saalverhaftung des Hauptbelastungszeugens, der plötzlich Hauptverdächtiger war. Der Fall ist im Tagesspiegel, bei Bild sowie beim Berliner Kurier nachzulesen.

Eröffnung des Hauptverfahrens stets nur in der Besetzung außerhalb der Hauptverhandlung zulässig

BGH, Beschluss vom 14.09.2022 – 5 StR 215/22 Mit der Entscheidung festigt der Bundesgerichtshof (BGH) seine Rechtsauffassung, dass die Eröffnung des Hauptverfahrens stets nur mit drei Berufsrichtern unter Ausschluss der Schöffen zu erfolgen hat. Worum ging es im Ausgangspunkt? Gegen die Angeklagten sollte am Landgericht (LG) verhandelt werden. Das Gericht trat in sog. kleiner Besetzung, also mit zwei Berufsrichtern und zwei Schöffen, zusammen. Kurz vor dem ersten Hauptverhandlungstag wurde von der Staatsanwaltschaft eine weitere Anklage eingereicht, welche das LG mit verhandeln wollte und sodann am ersten Verhandlungstag zur Hauptverhandlung zuließ. Der BGH stellte das Verfahren bezüglich der weiteren Anklage eingeständig ein, da die Entscheidung über die Eröffnung des Hauptverfahrens und die Zulassung der Anklage stets in der Besetzung außerhalb der Hauptverhandlung, also mit drei Berufsrichtern unter Ausschluss der Schöffen (§ 199 Abs. 1 StPO i.V.m. § 76 Abs. 1 Satz 2 GVG), zu ergehen hat. Da der BGH in solch einer Konstellation die weitere Anklage einstellen musste, bietet sich in diesen Fällen die verfahrensökonomische Lösung der Einstellung nach § 154 StPO an. Die Entscheidung ist in Verfahren am LG, bei denen weitere Anklagen „nachgeschoben“ werden, von Bedeutung und bieten der Verteidigung Argumente auf die frühzeitige Einstellung der weiteren Vorwürfe hinzuwirken. Der Beschluss ist hier BGH, Beschluss vom 14.09.2022 - BGH 5 StR 215/22 nachzulesen.

Unser Ziel ist Ihr Freispruch

Als Strafverteidiger sind wir uns über das Ausmaß unserer Arbeit bewusst. Wir kämpfen immer für das bestmögliche Ergebnis – auch wenn der Freispruch in Ihren Fall Folgendes bedeuten kann: Haftentlassung, Einstellung des Verfahrens, Bewährungsstrafe, kein Eintrag im Führungszeugnis, kein wirtschaftlicher Ruin. Für den Erfolg in der Sache legen wir unserer Arbeitsweise folgende Kriterien zugrunde: ​ engen persönlicher Austausch, Akteneinsicht und Aktenkenntnis, rechtliche Beurteilung, Entwicklung der Verteidigungsstrategie, Konfrontation oder Dialog mit dem Gericht. Dabei benötigt jeder Fall eine individuelle Verteidigungsstrategie. Damit wir auch in Ihrer Sache das Maximum abrufen können, verlassen wir uns nicht nur auf unsere jahrelange Erfahrung, sondern bilden uns gezielt weiter und publizieren in der Fachliteratur.

"Hausklau" Fall in Berlin

Der sog. Hausklau-Fall beschäftigte im Jahr 2021 das Berliner Landgericht und war zudem Gegenstand zahlreicher Medienbeiträge, nicht zuletzt auf Grund der zum Teil namhaften Angeklagten, Mitgliedern einer arabischen Großfamilie. Mit gefälschten Ausweisen sollen sich „Strohpersonen“ gegenüber dem Notar als verkaufswillige Eigentümer eines Grundstücks ausgegeben haben. Den daraufhin erstellten, zwar inhaltlich falschen, aber notariell beurkundeten Kaufvertrag sollen die Angeklagten dem Grundbuchamt vorgelegt und somit die Eintragung eines neuen Eigentümers erwirkt haben. Im Raum standen Vorwürfe der Urkundenfälschung, des Betrugs und der mittelbaren Urkundenfälschung.

Unsere Philosophie

Wir verteidigen auf Augenhöhe – nicht nur dem Gericht und anderen Prozessbeteiligten, sondern auch Ihnen gegenüber. Wir beschönigen nichts, verkaufen keine Aussichten auf Freispruch und machen keine unerreichbaren Versprechungen. Wir setzen uns mit Ihnen zusammen, erörtern gemeinsam Ihr Ziel und wie dieses am besten zu erreichen ist. Dabei geht es uns immer darum, den für Sie optimalen Ausgang zu erreichen und auf dem Weg dahin transparent mit Ihnen zu arbeiten.

Verfahrensrechte im Überblick

Antworten vom Strafverteidiger

Richtiger Umgang mit Polizei und Justiz

Darf man mir den Anruf beim Anwalt verweigern?

Nein! Nach §§ 136 Abs. 1 Satz 3, 137 StPO haben Sie das Recht, sich in jeder Lage des Verfahrens des Beistandes eines Verteidigers zu bedienen. Daher darf es keine Situation geben, in der Sie uns nicht erreichen dürfen.

Vorladung als Beschuldigter bei der Polizei. Muss ich hingehen?

Nein. Die Vorladung ist vielmehr eine Einladung der Polizei, die auch „dankend abgelehnt“ werden kann. Das muss der Polizei nicht mitgeteilt werden, ein bloßes Nichterscheinen ist ausreichend. Ausnahmsweise muss der Ladung doch Folge geleistet werden, wenn dieser ein Auftrag der Staatsanwaltschaft nach § 163 Abs. 3 StPO zugrunde liegt. Dieser Auftrag muss in der Ladung deutlich zum Ausdruck kommen. Bei einer Vorladung als Beschuldigter sollten auf keinen Fall Angaben gegenüber der Polizei gemacht werden. In diesem Fall ist es ratsam, umgehend einen Strafverteidiger aufzusuchen, der fortan die Kommunikation mit Polizei und Staatsanwaltschaft übernimmt.

Muss ich pusten, wenn mich die Polizei dazu auffordert?

Nein. In Deutschland muss man sich nicht selbst belasten, sodass der Autofahrer (oder Fahrradfahrer, E-Roller-Fahrer etc.) jederzeit gegenüber der Polizei den Atemalkoholtest verweigern darf. Er muss auch keine Angaben zu einem möglichen Alkoholkonsum machen oder weitere Tests („Finger zur Nase“) durchführen. Natürlich kann die Polizei einen dann zur Blutprobe mitnehmen. Das passiert aber auf jeden Fall, wenn die Atemalkoholkontrolle nicht 0,00 Promille ergibt.

Wie verhalte ich mich bei einer Durchsuchung?

Zunächst lassen Sie sich den Durchsuchungsbeschluss vorlegen. Darin müssen Sie einsehen können, weshalb durchsucht wird und wonach gesucht wird. Fehlt der Durchsuchungsbeschluss, gibt es auch keine Durchsuchung. Sie müssen niemandem gestatten, sich „nur mal umzusehen“. Leisten Sie keinen Widerstand, behindern Sie die Beamten nicht. Wichtig: machen Sie unter keinen Umständen Angaben, geben Sie keine Erklärungen zur Sache ab. Rufen Sie Ihren Strafverteidiger an, damit dieser das Vorgehen der Beamten überwachen kann.

Ab wann gelte ich als vorbestraft?

Erst eine Geldstrafe über 90 Tagessätzen oder eine Freiheitsstrafe von mehr als 3 Monaten werden ins Führungszeugnis eingetragen, sodass der Arbeitgeber davon Kenntnis erhalten kann. Bei einer Verurteilung ohne Eintragung ins Führungszeugnis kann man sich daher als nicht vorbestraft bezeichnen.

Wieviel kostet ein Strafverteidiger?

Welches Honorar ein Strafverteidiger nimmt, entscheidet dieser selbst. Dies ist immer vom Umfang des Verfahrens und der Bedeutung für den Mandanten abhängig. Üblich ist daher eine individuelle Vereinbarung, zum Beispiel nach Stunden oder eine pauschale Vergütungsvereinbarung. Regelmäßig wird ein Strafverteidiger von seinem Mandanten einen Vorschuss verlangen, bevor er mit der Arbeit beginnt. Daneben gibt es eine Abrechnung nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG) z.B. als Pflichtverteidiger. Welche Gebühren dort anfallen, richtet sich nach verschiedenen Faktoren (Verfahrensabschnitt, Umfang der Angelegenheit, Haft etc.).

Podcast

Die häufigste Frage an den Strafverteidiger

Die Folge beschäftigt sich mit moralischen Fragen an den Strafverteidiger.